Medientipp April 2021

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Der Junge und die Welt – ‚O menino e o mundo‘ein  Animationsfilm von Alê Abreu

Selbst wenn man glaubt, schon alles gesehen zu haben, gibt es immer wieder Filme, die durch ihren Reichtum an Fantasie begeistern – dieser gehört dazu. Ein kleiner Junge vom Land wird vom Vater verlassen, der vermutlich in die Stadt geht, um dort Arbeit zu finden. Was der Junge auf seiner Fahrt erlebt, als er dem Vater hinterherreist, wird in unglaublich bunten, schillernden Bildern dargestellt, fantasievoll, ohne Text, immer verständlich und nebenbei auch noch zivilisationskritisch eingebunden. Dabei ist die Hauptfigur so einfach gezeichnet, dass sie für alle beim Entdecken der Welt als Identifikationsfigur dienen kann. Nur am Ende wird die Kritik an den Verhältnissen kurzzeitig etwas zu plakativ, etwa als einige Realbilder in die Zeichentrickgeschichte eingebaut werden. Aber das ist zu verschmerzen und schmälert das fantastische Erlebnis nicht. Der Film lässt sich, trotz seiner Länge von 80 Minuten und seiner erwachsenen Botschaft, durchaus auch von Kindern anschauen. Er ist, wie ein guter Comic, für alle geeignet: für jedes Alter gibt es Spannendes zu entdecken.
Ein Glück, dass es engagierte Filmverlage wie Tonkatsu Pictures aus der Schweiz gibt, die uns den Genuss solcher Kunstwerke erst möglich machen.

Viel Freude wünscht

Jörg Weinreich (Bibliotheksleiter)

Bibliographische Angaben:

Der Junge und die Welt (Originaltitel: O menino e o mundo); Regie: Abreu, Alê mit Kompositionen von Ruben Feffer und Gustavo Kurlat; Tonkatsu Pictures GmbH 2013; 1 BluRay-Disc – 80 Minuten.

Standort:

Sie finden den Film im UG/ Musik, Theater, Film unter der Signatur BD-S Zeichentrickfilm Jung.

Dieser Medientipp wurde Ihnen empfohlen von Jörg Weinreich (Bibliotheksleitung)

Herr Weinreich hält den Film: Der Junge und die Welt in die Kamera.
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